bsb5

 

BSB5

(biologischer Sauerstoffbedarf nach 5 Tagen)

Will ein Aquarianer sein Wasser auf biologischen Sauerstoffbedarf prüfen ,(Aerobe Mikroorganismen benötigen Sauerstoff zum Atmen und entnehmen diesen gelösten Sauerstoff dem Wasser) ,um einen Wert für die Wasserqualität zu bekommen, kann er dies selbst tun.

1.Zuerst den Sauerstoffgehalt des Beckenwassers bestimmen und aufschreiben.

2.Eine saubere bspw. 250ml Glasflasche mehrfach mit Aquariumwasser ausspülen und randvoll (Überlauf) abfüllen.

3.Eine Blindprobe mit ansetzen (Vorratswasser ohne Beckenwasser).

Nach dem Abfüllen werden die eventuell vorhandenen Luftblasen in der Flasche durch Klopfen entfernt und anschließend die Flasche luftdicht verschlossen.

Diese beiden Flaschen werden nun bei 20 Grad Celsius 5 Tage an einen dunklen Ort gestellt. Danach wird der Sauerstoffgehalt wieder gemessen. (Meßreagenzien gibt es in jedem Zoogeschäft.)

Die O2- Differenz zeigt an, wie stark das Wasser belastet ist. Im besten Fall wird der Ausgangswert fast noch vorhanden sein. Diese Methode nennt sich BSB5 (biologischer Sauerstoffbedarf nach 5 Tagen) und wird in den biologischen Wasserlabors praktiziert.

Die Sauerstoffzährung der Blindprobe zieht man von der Testprobe ab. Vereinfachte Berechnung: 250 ml Probe, Sauerstoffverlust 0,7mg O2/l nach 5 Tagen minus 0,5mgO2/l Blindwert nach 5 Tagen ergibt eine O2-Zehrung von 0,2mg/l. Das wäre ein guter Wert. Es darf auch noch eine O2-Zehrung bis 1 mg/l sein.

Normalerweise werden noch Nährsalze für die Bakterienaktivität zugesetzt, die Probe auf p H 7 eingestellt und mit Bakterien angeimpft, ich setze aber voraus, daß im eingefahrenen Aquarium genügend Mineralien und Bakterien vorhanden sind. Schwach saures Wasser ist für die Abbaubakterien schädlicher als schwach basisches Wasser (Abbaubakterien lieben das saure Wasser nicht, sie verringern ihre Atmung bei einem pH-Wert unter 6,dagegen bei pH 8 konnte eine geringere Atmung nicht festgestellt werden) .

Daher ist ein schwach saures Wasser (pH 5,5-6) bakterienhemmend und bringen in der Zucht die größten Erfolge. Bakterien die im sauren Milieu leben sind wieder ein anderes Thema .